Seit Beginn der Corona-Pandemie konnten im Feldbahnmuseum keine Ausstellungen mehr gemacht werden. Doch los war einiges in der „Hinterhofwerkstatt in Puch“. Die Mitglieder richteten coronakonform teils in Zweierteams die Gebus-Feldbahn und den Puch-Motortriebwagen wieder her. Die neuen Züge sollen im nächsten Jahr der Öffentlichkeit gezeigt werden.
Fürstenfeldbruck - Zunächst wurde die aus Österreich stammende Feldbahn Gebus-Lokomotive zerlegt, die Einzelteile aufgearbeitet und die Lok wieder fachmännisch zusammengeschweißt. Die Diesel-Elektrische Lok aus dem Jahr 1925 stand über 50 Jahre bei österreichischen Eisenbahnfreunden. Sie ist im Feldbahnmuseum zum Schmuckstück geworden und hat unter Eisenbahnfreunden viel Beachtung gefunden, berichtet Heinz-Dietmar Ebert. Sogar ihre Originalfarbe hat sie wieder erhalten.
Ein weiterer Höhepunkt war die Rekonstruktion des Puch-Motortriebwagens, wie er im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurde. In den Archiven in Österreich konnten die notwendigen Unterlagen und Bilder ausfindig gemacht werden. Nach dem Krieg wurden erhalten gebliebene Puch-Motortriebwagen bei den österreichischen Waldbahnbetrieben eingesetzt. Die Eisenbahnfreunde fanden Originalteile wie den Drehschemel bei der Waldbahn Lunz und brachten sie nach Bruck. Der Rahmen der Lok wurde detailliert nachgeschweißt und auch die Bremsanlage aus 130 Teilen original nachgebaut. Die passenden Achsen waren im Feldbahndepot im Museum auf Lager.
Im Herbst wurde der Puch-Motortriebwagen als Waldbahnlok von den Vereinsmitgliedern mit Langholz beladen und in Betrieb genommen. Nun hoffen die Feldbahnfreunde, dass sie im nächsten Jahr wieder Besucher begrüßen können. imu
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